Der Wärmedurchgang bei Doppelfenstern – Konzept zur In-Situ-Bewertung historischer Konstruktionen

Historische Fensterkonstruktionen werden laufend durch sogenannte Thermofenster aus Holz, Metall oder Kunststoff ersetzt. Als Hauptargument für den Fenstertausch wird neben der Haltbarkeit der Oberflächenbeschichtung vor allem der hohe Wärmedurchgang bei historischen Fensterkonstruktionen ins Treffen geführt. Dabei werden aber für diese historischen Fenster nicht Messergebnisse am realen Bestand, sondern normativ festgelegte Default-Werte herangezogen. Diese Default-Werte betragen allerdings das Drei- bis Vierfache der Laborwerte der industriell gefertigten Thermofenster. Um den tatsächlichen Wärmedurchgang bei Kastenfenstern bestimmen zu können, wurde an der Höheren Technischen Bundeslehranstalt (HTBLA) in Hallstatt/Oberösterreich die Entwicklung eines Messverfahrens in Angriff genommen, das an Ort und Stelle am realen Objekt einsetzbar ist. Die erste Messreihe legt den Schluss nahe, dass der reale Wärmedurchgang bei Kastenfenstern deutlich niedriger liegt, als die Default-Werte vorgeben.

 

Einen bauphysikalischen Fachartikel zu diesem Thema finden Sie unter

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/bapi.201710015/abstract

 

Kontakt: Dr. Friedrich Idam       This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. http://www.idam.at

 

Keywords: historische Kastenfenster, Wärmedurchgang, In-Situ-Messverfahren, Restaurierung

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