{"id":320,"date":"2020-11-01T22:43:12","date_gmt":"2020-11-01T22:43:12","guid":{"rendered":"http:\/\/icomos.at\/wp2021\/?page_id=320"},"modified":"2022-07-18T15:40:38","modified_gmt":"2022-07-18T15:40:38","slug":"was-ist-monitoring","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/icomos.at\/wp2021\/evaluiert\/monitoring-des-welterbes\/was-ist-monitoring\/","title":{"rendered":"Beschreibung Monitoring"},"content":{"rendered":"<p>Der Begriff daf\u00fcr hei\u00dft <strong>&#8220;pr\u00e4ventives Monitoring \/ preventive Monitoring&#8221;<\/strong> \u2013 der Auftrag dazu wurde zuletzt in der Resolution Nr. 27 der 16. Generalversammlung von ICOMOS im Oktober 2008 in Quebec, Kanada, formuliert. Das pr\u00e4ventive Monitoring hat vor allem den Zweck, durch fr\u00fchzeitige Pr\u00e4senz bei Ver\u00e4nderungsvorhaben oder\/und Zustandsbefunden beratend zur Konfliktvermeidung beizutragen. Die Angelpunkte der Pr\u00e4vention liegen dabei auf der Bedachtnahme auf die der Eintragung auf die Welterbeliste zugrunde liegenden OUVs, weiters auf die essenziellen Eigenschaften der \u201eAuthenticity\u201c und \u201eIntegrity\u201c. Da es sich bei Interventionen in den Kern- und Pufferzonen der \u00f6sterreichischen Welterbegebiete in der Regel um Gestaltungs- und Ver\u00e4nderungsplanungen handelt, nimmt die Obsorge um die Wahrung vor Beeintr\u00e4chtigungen der Ansicht von Welterbest\u00e4tten und ihren signifikanten (visual integrity; visual impact study) einen besonderen Stellenwert ein \u2013 nicht zuletzt durch den st\u00e4dtebaulichen Trend der Vertikalisierung (Hochh\u00e4user) und Verdichtung (\u201eDraufsetzen\u201c). Zur Vermeidung dieser Gef\u00e4hrdung k\u00f6nnen nach der Praxis der UNESCO und des Welterbekomitees durchaus auch Vorhaben au\u00dferhalb der deklarierten Zonen unter das Monitoring Gebot fallen.<\/p>\n<p>Das \u00f6sterreichische Nationalkomitee hat eine <a href=\"http:\/\/icomos.at\/wp2021\/evaluiert\/monitoring-des-welterbes\/kontakt-zur-monitoringruppe\/\">Monitoring Gruppe<\/a> installiert, <span style=\"color: #000000;\">bei der je ein\/e Monitoringverantwortliche\/r f\u00fcr eine Welterbest\u00e4tte zust\u00e4ndig ist. Zur Wahrnehmung dieser Aufgabe ist ein ausgepr\u00e4gtes Networking Voraussetzung, das die Kontakte zu den unmittelbar Betroffenen (Eigent\u00fcmern, Bauwerbern) ebenso pflegt, wie zu den zust\u00e4ndigen Organen der Bundes-, Landes- und Gemeindeverwaltung. Selbstverst\u00e4ndlich geh\u00f6rt auch die <strong>Anh\u00f6rung von Interessensgruppierungen und B\u00fcrgerinitiativen und das Einvernehmen mit dem die Agenden des Welterbes<\/strong> wahrnehmenden BMKOES, dem Bundesministerium f\u00fcr Kunst und Kultur, und der \u00f6sterreichischen UNESCO-Kommission zum Kontaktradius des pr\u00e4ventiven Monitoring. Die Monitoringaktivit\u00e4ten resultieren in der Regel in <strong>schriftlichen Expertisen<\/strong>, die \u2013 je nach Brisanz der F\u00e4lle \u2013 auch ICOMOS International und der UNESCO zur Kenntnis gebracht werden. <\/span>Einen zus\u00e4tzlichen Ertrag des Monitorings stellen die \u00d6sterreich-Beitr\u00e4ge f\u00fcr das ICOMOS Periodikum <a href=\"http:\/\/icomos.at\/wp2021\/evaluiert\/nominierungsprozess-zum-welterbe\/heritage-at-risk-liste\/\"><strong>\u201eHeritage at Risk\u201c<\/strong><\/a> dar, in dem weltweit aktuelle Problemf\u00e4lle vorgestellt werden.<\/p>\n<p>Zu den Aufgabenbereichen des \u00f6sterreichischen Nationalkomitees von ICOMOS f\u00e4llt auch die <strong>Beratung zur laufenden Revision der \u00f6sterreichischen Vorschlagsliste<\/strong> (Tentative List) zur Nominierung auf die UNESCO Welterbeliste. In diesem Zusammenhang wurde 2006 ein internationales Fachsymposium in Steyr zur Frage des au\u00dfergew\u00f6hnlichen universellen Wertes \/ OUV des Erzbergs und der Eisenwurzen samt Steyr abgehalten. Ein Mitglied des \u00f6sterreichischen Nationalkomitees[1] verfasste zu diesem Thema eine umfassende Studie als Grundlage f\u00fcr ein m\u00f6gliches Nominierungsverfahren. Ein besonderes Anliegen des pr\u00e4ventiven Monitoring ist selbstverst\u00e4ndlich auch die \u00d6ffentlichkeits- und Vermittlungsarbeit, die auf die jeweiligen Zielgruppen hin zugeschnitten ist. So hat sich im Herbst 2012 eine Fachkonferenz mit Fragen des Monitoring in der Wachau besch\u00e4ftigt, eine Fortsetzung erfolgte im Dezember 2013. In Wien gab es im Dezember 2012 speziell f\u00fcr die Welterbeverantwortlichen des Magistrats und f\u00fcr sonstig Beteiligte eine Informationsveranstaltung \u00fcber die 2011 verabschiedete UNESCO Recommendation on the Historic Urban Landscape (HUL).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>[1] <a href=\"https:\/\/eisenstrasse.info\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Falser09_WelterbeEisenstr.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Falser Michael, Die \u00d6sterreichische Eisenstra\u00dfe als UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe? Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie. In: Schriftenreihe des Nationalpark Kalkalpen Band 9. Linz, 2009<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Begriff daf\u00fcr hei\u00dft &#8220;pr\u00e4ventives Monitoring \/ preventive Monitoring&#8221; \u2013 der Auftrag dazu wurde zuletzt in der Resolution Nr. 27 der 16. Generalversammlung von ICOMOS im Oktober 2008 in Quebec, Kanada, formuliert. 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