{"id":266,"date":"2020-11-01T22:16:45","date_gmt":"2020-11-01T22:16:45","guid":{"rendered":"http:\/\/icomos.at\/wp2021\/?page_id=266"},"modified":"2021-04-26T06:42:41","modified_gmt":"2021-04-26T06:42:41","slug":"unesco-ouk","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/icomos.at\/wp2021\/icomos\/partner-organisationen\/unesco-ouk\/","title":{"rendered":"UNESCO und \u00d6UK"},"content":{"rendered":"<h3>UNESCO<\/h3>\n<p>Die UNESCO ist die Organisation der Vereinten Nationen f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Kultur mit Sitz in Paris. Ihr Ziel ist es, durch F\u00f6rderung der internationalen Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation zur Erhaltung von Frieden und Sicherheit beizutragen. Sie fungiert als globales Forum der intellektuellen Zusammenarbeit und fokussiert sich (unter anderem) auf <em>Kulturelle Entwicklung: Erbe und Vielfalt<\/em>. In diesem Gebiet k\u00fcmmert sie sich um den weltweiten Schutz und die Erhaltung des materiellen und immateriellen Kultur\u00aderbes, den Kulturg\u00fcterschutz sowie um die F\u00f6rderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen und der Kreativit\u00e4t. \u00d6sterreich ist der UNESCO bereits 1948 beigetreten, der Welterbekonvention der UNESCO hingegen erst 1992-93. ICOMOS wurde von der UNESCO in der Welterbekonvention und den dazu geh\u00f6rigen Durch\u00adf\u00fchrungs\u00adbestimmungen als Experten-Gremium zur Beratung (nicht nur) der UNESCO in Sachen des Kulturerbes autorisiert.<\/p>\n<p>1972 wurde von der UNESCO die Welterbekonvention (World Heritage Convention) zum Schutz des Kultur- und Naturerbes verabschiedet. Unmittelbarer Anlass daf\u00fcr war der drohende Untergang (im Wortsinn!) von Abu Simbel durch den Assuan-Staudamm. Die Welterbekonvention der UNESCO war \u2013 und ist \u2013 das bisher erfolgreichste \u00dcbereinkommen der V\u00f6lkergemeinschaft und wurde bis dato von 187 Staaten unterzeichnet. \u00d6sterreich hat das Abkommen 1993, 20 Jahre nach Inkrafttreten der Konvention, signiert. Das Entscheidungsgremium gem\u00e4\u00df den Bestimmungen der UNESCO Welterbekonvention stellt das Welterbekomitee (World Heritage Committee) dar, das sich aus 21 Vertretern von Mitgliedsstaaten zusammen setzt und deren Delegierte periodisch wechseln. Das Welterbekomitee trifft einmal j\u00e4hrlich zu einer mehrt\u00e4gigen Konferenz zusammen, um \u00fcber Neuaufnahmen auf die Liste des Welterbes, \u00fcber allf\u00e4llige Sanktionen (Verlust des Welterbestatus, Rote Liste f\u00fcr besonders gef\u00e4hrdetes Welterbe) und \u00fcber Konflikte im Zusammenhang mit dem Zustand und der Entwicklung der Welterbest\u00e4tten (State of Conservation \/ SOC) zu entscheiden. Zur Beratung autorisierte die UNESCO in der Welterbekonvention und den dazu geh\u00f6rigen Durchf\u00fchrungsbestimmungen (Operational Guidelines) verschiedene fachspezifisch ausgewiesene NGOs: ICOMOS f\u00fcr das Kulturerbe; IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) f\u00fcr das Naturerbe; ICCROM (International Centre for the Study of the Preservation and Restoration of Cultural Property) f\u00fcr Fragen der Restaurierung und Konservierung u.a. Zur administrativen Koordination installierte die UNESCO innerhalb ihrer Pariser Organisation das so genannte Welterbezentrum.<\/p>\n<p>Durch die Anbindung von ICOMOS als offizieller Berater (Advisory Body) der UNESCO in allen Fragen des Weltkulturerbes, hat der Aufgabenbereich der Institution einen zus\u00e4tzlichen besonderen Zuschnitt erfahren. Dieses Profil umfasst im Wesentlichen folgende Aufgaben:<br \/>\na)\u00a0\u00a0\u00a0 Zentrale Mitwirkung an der Evaluierung von potenziellen Welterbekandidaten im Zuge der Aufnahmeverfahren, Erstellung der Gutachten (Evaluation Mission)<br \/>\nb)\u00a0\u00a0\u00a0 Zentrale Mitwirkung an der L\u00f6sung von Konfliktf\u00e4llen und Beratung zur Vermeidung m\u00f6glicher Beeintr\u00e4chtigungen der OUVs (Outstanding Universal Values), des au\u00dfergew\u00f6hnlichen universellen Wertes von Welterbest\u00e4tten gem. \u00a7172 der Operational Guidelines (Advisory Mission)<br \/>\nc)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zentrale Mitwirkung an der Beurteilung des Zustandes und der Entwicklung (State of Conservation) in den Welterbest\u00e4tten (Reactive Monitoring)<br \/>\nd)\u00a0\u00a0\u00a0 Dar\u00fcber hinaus gelten die Bem\u00fchungen von ICOMOS auch der F\u00f6rderung der UNESCO Welterbe-Idee im Allgemeinen durch Vermittlung und \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/en.unesco.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/en.unesco.org\/<\/a><\/p>\n<h3>\u00d6UK &#8211; \u00d6sterreichische UNESCO-Kommission<\/h3>\n<p>Die \u00d6UK, die \u00d6sterreichische UNESCO-Kommission, ist die nationale Koordinations- und Verbindungsstelle aller Arbeitsbereiche der UNESCO in \u00d6sterreich. Sie wurde nach dem Beitritt \u00d6sterreichs zur UNESCO 1948 am 14. September 1949 im Unterrichtsministerium eingerichtet und ist seit 2001 als Verein neu konstituiert. Ihre Aufgabe ist, die Bundesregierung, die Landesregierungen und die \u00fcbrigen zust\u00e4ndigen Stellen in allen Fragen zu beraten, die sich aus der Mitgliedschaft \u00d6sterreichs in der UNESCO ergeben; an der Verwirklichung der Programme mitzuarbeiten, die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Arbeit der UNESCO zu informieren sowie Institutionen, Fachorganisationen und Expert*innen mit der Organisation in Verbindung zu bringen. Sie stellt die Pr\u00e4senz der UNESCO in \u00d6sterreich sicher und vertritt die UNESCO in \u00d6sterreich als Inhaberin der Rechte an Namen und Logo.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.unesco.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.unesco.at\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>UNESCO Die UNESCO ist die Organisation der Vereinten Nationen f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Kultur mit Sitz in Paris. Ihr Ziel ist es, durch F\u00f6rderung der internationalen Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation zur Erhaltung von Frieden und Sicherheit beizutragen. 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