{"id":314,"date":"2020-11-01T22:42:21","date_gmt":"2020-11-01T22:42:21","guid":{"rendered":"http:\/\/icomos.at\/wp2021\/?page_id=314"},"modified":"2021-04-02T09:19:24","modified_gmt":"2021-04-02T09:19:24","slug":"allgemeine-beschreibung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/icomos.at\/wp2021\/evaluiert\/nominierungsprozess-zum-welterbe\/allgemeine-beschreibung\/","title":{"rendered":"Beschreibung Nominierungsprozess"},"content":{"rendered":"<div class=\"uk-container uk-container-center\">\n<div id=\"tm-middle\" class=\"tm-middle uk-grid\" data-uk-grid-match=\"\" data-uk-grid-margin=\"\">\n<div class=\"tm-main uk-width-medium-3-4 uk-row-first\">\n<article class=\"uk-article\">Bis Anfang 2005 wurden Kriterien f\u00fcr Kultur- und Naturg\u00fcter getrennt gef\u00fchrt (\u00a7 24 (a)(i)-(vi) f\u00fcr Kulturerbe, \u00a7 44 (a)(i)-(iv) f\u00fcr Naturerbe, OG 1999, WHC-99\/2). Seitdem werden sie als Kriterien (i)-(x) gemeinsam angef\u00fchrt (\u00a7 77 OG 2008), wobei die Kriterien (i)-(vi) den Kulturg\u00fctern gelten und die Kriterien (vii)-(x) wortident die fr\u00fcheren Natur-Kriterien (i)-(iv) ersetzen. So werden zwar weiterhin die gro\u00dfe Mehrheit der Welterbest\u00e4tten nur als Kulturerbe (77 %) und wenige als Naturerbe (20 %) gef\u00fchrt, aber 25 St\u00e4tten (= 3 %) erf\u00fcllen zurzeit schon Kriterien aus beiden Bereichen.Die einzelnen Kriterien:i. Die G\u00fcter stellen ein Meisterwerk der menschlichen Sch\u00f6pferkraft dar.<\/p>\n<p>ii. Die G\u00fcter zeigen, f\u00fcr einen Zeitraum oder in einem Kulturgebiet der Erde, einen bedeutenden Schnittpunkt menschlicher Werte in Bezug auf die Entwicklung von Architektur oder Technologie, der Gro\u00dfplastik, des St\u00e4dtebaus oder der Landschaftsgestaltung auf.<\/p>\n<p>iii. Die G\u00fcter stellen ein einzigartiges oder zumindest au\u00dfergew\u00f6hnliches Zeugnis von einer kulturellen Tradition oder einer bestehenden oder untergegangenen Kultur dar.<\/p>\n<p>iv. Die G\u00fcter stellen ein hervorragendes Beispiel eines Typus von Geb\u00e4uden, architektonischen oder technologischen Ensembles oder Landschaften dar, die einen oder mehrere bedeutsame Abschnitte der Geschichte der Menschheit versinnbildlichen.<\/p>\n<p>v. Die G\u00fcter stellen ein hervorragendes Beispiel einer \u00fcberlieferten menschlichen Siedlungsform, Boden- oder Meeresnutzung dar, die f\u00fcr eine oder mehrere bestimmte Kulturen typisch ist, oder der Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt, insbesondere, wenn diese unter dem Druck unaufhaltsamen Wandels vom Untergang bedroht wird.<\/p>\n<p>vi. Die G\u00fcter sind in unmittelbarer oder erkennbarer Weise mit Ereignissen oder \u00fcberlieferten Lebensformen, mit Ideen oder Glaubensbekenntnissen oder mit k\u00fcnstlerischen oder literarischen Werken von au\u00dfergew\u00f6hnlicher universeller Bedeutung verkn\u00fcpft. (Das Komitee einigte sich, dass dieses Kriterium in der Regel nur in Verbindung mit anderen Kriterien angewandt werden sollte.)<\/p>\n<p>vii. Die G\u00fcter weisen \u00fcberragende Naturerscheinungen oder Gebiete von au\u00dfergew\u00f6hnlicher Natursch\u00f6nheit und \u00e4sthetischer Bedeutung auf.<\/p>\n<p>viii. Die G\u00fcter stellen au\u00dfergew\u00f6hnliche Beispiele der Hauptstufen der Erdgeschichte dar, darunter der Entwicklung des Lebens, wesentlicher im Gang befindlicher geologischer Prozesse bei der Entwicklung von Landschaftsformen oder wesentlicher geomorphologischer oder physiogeografischer Merkmale.<\/p>\n<p>ix. Die G\u00fcter stellen au\u00dfergew\u00f6hnliche Beispiele bedeutender in Gang befindlicher \u00f6kologischer und biologischer Prozesse in der Evolution und Entwicklung von Land-, S\u00fc\u00dfwasser-, K\u00fcsten- und Meeres-\u00d6kosystemen sowie Pflanzen- und Tiergemeinschaften dar.<\/p>\n<p>x. Die G\u00fcter enthalten die f\u00fcr die In-situ-Erhaltung der biologischen Vielfalt auf der Erde bedeutendsten und typischsten Lebensr\u00e4ume, einschlie\u00dflich solcher, die bedrohte Arten enthalten, welche aus wissenschaftlichen Gr\u00fcnden oder ihrer Erhaltung wegen von au\u00dfergew\u00f6hnlichem universellem Wert sind.<\/p>\n<\/article>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<footer id=\"tm-footer\" class=\"tm-footer\"><\/footer>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis Anfang 2005 wurden Kriterien f\u00fcr Kultur- und Naturg\u00fcter getrennt gef\u00fchrt (\u00a7 24 (a)(i)-(vi) f\u00fcr Kulturerbe, \u00a7 44 (a)(i)-(iv) f\u00fcr Naturerbe, OG 1999, WHC-99\/2). 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