ICOMOS hat so genannte International Scientific Committees (ISC), also internationale, wissenschaftliche Komitees,  zu unterschiedlichen Themen des kulturellen Erbes eingerichtet. Die Mitglieder der einzelnen ISC bestehen aus international renommierten Fachleuten, die von den eigenen nationalen Komitees ernannt werden. Die ISC sehen sich als technische Gremien von ICOMOS. Als solche forschen sie, entwickeln Theorien, Richtlinien und Chartas zur Erhaltung des kulturellen Erbes und fördern entsprechende Aus- und Weiterbildungsprogramme. Darüber hinaus fördern sie den internationalen Austausch wissenschaftlicher Informationen und kooperieren in diversen Projekten. Jedes ISC erarbeitet ein eigenes Programm, das vom Exekutiv-Komitee genehmigt wird. Darüber hinaus erstellt jedes ISC einen jährlichen Tätigkeitsbericht.

Derzeit decken mehr als 25 Komitees den wissenschaftlichen Erfahrungsraum des Kulturerbes ab, von der Unterwasserarchäologie (International Committee on the Underwater Cultural Heritage) bis zum Kulturerbe im ländlichen Raum (International Committee of Vernacular Architecture). Einige Mitglieder des österreichischen Nationalkomitees sind auch in verschiedenen ISCs tätig und bringen so ihre Kenntnisse in den internationalen Wissenstransfer ein. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang das ICOMOS Theoriekomitee (ISC on Theory and Philosophy of Conservation and Preservation, Theophilos), das 2005 in Wien gegründet wurde und von Florenz aus administriert wird.

Die Aufgaben und Ziele der International Scientific Committees (ISC) sind in den Eger-X’ian Principles beschrieben. Diese wurden im Rahmen der 15. ICOMOS-Generalversammlung im Jahr 2005 verabschiedet und im Oktober 2013 aktualisiert.

Die Liste der ISC finden Sie hier.