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Vortrag: ICOMOS und das UNESCO Welterbe in Österreich

2018.11.29

ICOMOS und das UNESCO Welterbe in Österreich

Caroline Jäger-Klein
Präsidentin ICOMOS Austria

Der Vortrag erklärt die Aufgaben und Ziele von ICOMOS, des International Council on Monuments and Sites. Dieser Internationale Rat für Denkmalpflege ist eine nichtstaatliche Organisation mitSitz in Paris, Frankreich. Aufgabe des 1965 gegründeten Rates ist es, die Anwendung von Theorien, Methoden und wissenschaftlichen Verfahren auf die Erhaltung des architektonischen und archäologischen Erbes zu fördern. Seine Arbeit basiert auf den Grundsätzen der Internationalen Charte zur Erhaltung und Restaurierung von Denkmälern und Stätten (Charta von Venedig) von 1964

Zu den speziellen Aufgaben von ICOMOS im Zusammenhang mit der UNESCO Welterbekonvention von 1972 gehört es, Güter, die für die Eintragung in die Leste des Erbes der Welt angemeldet sind, zu beurteilen [evaluation], den Erhaltungszustand der zum Welterbe gehörenden Kulturgüter zu überwachen [preventive monitoring und periodic reporting], von Vertragsstaaten eingereichte Anträge auf internationale Unterstützung zu prüfen [reactive monitoring], sowie beratende und praktische Unterstützung für Maßnahmen zum Aufbau von Kapazitäten [Aufklärung über die Mission, Aufbau und Pfelge des Expertennetzwerkes], zu leisten.

Im Laufe des Vortrages wird auch auf die aktuelle Situation der UNESCO Welterbestätten in Österreich eingegangen werden. Obwohl Österreich im internationalen Vergleich als Land mit einer ganz großen Tradition der Denkmalpflege in Theorie und Praxis angesehen werden muss, und auch rund um das Europäische Kulturerbejahr 1975 des Europarates eine führende Rolle einnahm, die zu einer vorbildhaften Altstadt- und Ortsbildschutzgesetzgebung fürte, ist nun doch zu erkennen, dass Schnittstellenproblematiken zwischen einzelnen Gesetzesmaterien sowie in der Raumordnung zu heftigen Problemen mit Bauaktivitäten innerhalb der UNESCO-Welterbezonen führen.